Mentaltraining und Fitnesstraining - zusammen sind sie stark:

"Mindset is everything!"

Freitag, 18. August 2017

Mentaltraining und Fitnesstraining haben mehr gemeinsam, als man gemeinhin denkt. Und bieten Chancen für Synergien - wenn Mentalcoach und Fitnesscoach gut zusammenarbeiten!

(Dieser Artikel basiert auf einem Interview, das Harald Dobmayer Ende 2014 mit Mike Diehl geführt hat und das im August 2017 ergänzt und aktualisiert wurde.)

 

Mike Diehl
Foto: privat

Die deutsche Tennis-Nationalmannschaft der Damen (Porsche-FedCup-Team) lässt sich von ihm ebenso zum Erfolg quälen wie die Schauspieler Til Schweiger und Moritz Bleibtreu. Und auch bekannte Namen aus dem Film-Mekka Hollywood wie etwa Kiefer Sutherland vertrauen seit Jahren auf seine Dienste: Mike Diehl ist der Fünf-Sterne-General unter den deutschen Fitness-Coaches, denn seine Art zu trainieren hat ihren Ursprung bei der Bundeswehr. Ehemaliger Elite-Soldat, heute Diplomtrainer für Leistungssport sowie für Gesundheit, Fitness und Sportrehabilitation.

 

Neben dem Training mit Top-Sportlern, Schauspielern und Führungskräften bereitet der 51-Jährige als Fachsportleiter für Kondition und Fitness auch heute noch Bundeswehr-Truppen auf ihre Einsätze im Ausland vor. Und egal, ob Soldat oder Zivilist: Eines müssen alle seine Schützlinge ganz schnell lernen: Hard work beats talent, if the talent doesn't work hard (harte Arbeiter besiegen Talente, wenn die Talente nicht hart arbeiten).

 

Mike, Du bist einer der gefragtesten Personal-Trainer Deutschlands. Welche Erfahrungen haben Deinen Werdegang geprägt?

Mike Diehl
Foto: © Stefan von Stengel

Ich wurde als Kind ausgesetzt. Nein, im Ernst: Mich hat definitiv die Bundeswehr geprägt. Ich bin bereits im Alter von 17 Jahren Soldat geworden, kam dann recht schnell in eine der wenigen Spezialeinheiten. Ich war damals schon sehr willensstark und habe mich da durchgearbeitet. Mir hat das sehr gut gefallen, weil ich ein Typ bin, der gerne die Herausforderung sucht, der sehr gerne zu sich selbst, aber auch zu anderen hart ist.

In den Sportbereich bin ich reingerutscht, weil meine Vorgesetzten bei der Bundeswehr schon relativ früh erkannt haben, dass ich körperliche Anstrengung extrem mag. Und dann hat man mich da richtig gut gefördert: Ausbildungen bis zur Trainer-A-Lizenz, und ich war sehr schnell Leitender beim Sport.

 

Inwiefern hat die Bundeswehr auch Deinen Trainingsstil geprägt?

Schon sehr, weil ich bereits in den ersten militärischen Einsätzen sehr schnell erkennen und lernen musste: Je besser wir trainiert waren, desto besser konnten wir kämpfen.

Es gibt im Leben ja generell zwei Grundverhalten: das Jagd- und das Fluchtverhalten. Und es ist egal, ob Du im Kampf in Afghanistan bist, so wie ich es war, oder ob Du auf dem Tennis- oder Fußballplatz stehst. Du musst kämpfen, oder Du musst fliehen. Und diese Erkenntnis habe ich in den Sport übernommen. Auch diese gewisse Härte in meinen Trainings hat ihren Ursprung bei der Bundeswehr. “Train as you fight”, heißt es da, oder auch “Train hard, fight easy”. Wenn ich als Trainer hart bin gegenüber meinem Sportler – aber immer mit Herz und Kollegialität! – dann schaff ich’s auch, dass er die Inhalte umsetzen kann.

 

Deine Kunden sind sehr oft absolute Top-Leute in ihren Bereichen. Erkennst Du bei diesen Menschen durchgängig vorhandene Sieger-Qualitäten?

Foto: pro performance

Ja. Disziplin. Ich habe beispielsweise Kunden, die haben morgens nur von fünf bis sechs Uhr Zeit. Also vor meiner Dienstzeit. Dann stehe ich um vier Uhr auf. Die sind genau solche Champions wie ich, weil unser Training für sie einfach selbstverständlich ist. Und dann steht halt ein 65-jähriger Mentor der größten Rechtsanwaltskanzlei Europas morgens von fünf bis sechs mit mir beim Training. Das sind Champions, und gleichzeitig sind sie harte Arbeiter. Es sind alles sehr disziplinierte und zielstrebige Leute.

 

Kann man so eine Gewinnermentalität lernen? Oder ist das eine rein angeborene Sache?

Nein, das ist nicht angeboren. Und eine Gewinnermentalität zu vermitteln, ist auch eine meiner Missionen. Für mich sind dabei vier Dinge entscheidend: Erstens: “Nobody is born elite”. Sprich: Niemand wird als Star geboren. Zweitens: “Um ein Champion zu werden, musst Du Deine Komfortzone verlassen.” Drittens: “Train hard”, das heißt, Du musst hart trainieren, um etwas zu erreichen. Und viertens: “Training never ends”. Wenn Du diese vier Punkte beherzigst, dann wirst Du ein Champion.

Diehl beim Training mit Tennis-Profi Angie Kerber
Foto: privat

Ich kenne so viele Talente, die auf der Strecke bleiben, weil sie nicht hart arbeiten können. Und mir ist einfach ein hart Arbeitender lieber als ein Talent. Hard work beats talent, da führt kein Weg dran vorbei. Bei mir springen ja auch viele Leute ab, weil sie sagen “Der ist einfach viel zu hart in seiner Ansprache.” Die brechen ab, aber die werden auch nix. Die, die übrig bleiben, die stehen halt irgendwann vorne.

Nehmen wir mal das Tennis zum Beispiel. Angie und Petko (Tennisprofis Angelique Kerber und Andrea Petkovic, Anm. d. Red.). Ich arbeite mit denen seit ihrem 15., 16. Lebensjahr zusammen. Damals haben alle gesagt “Die Kerber kann nicht arbeiten!” “Blödsinn”, hab ich denen geantwortet, “Ihr packt die nur alle völlig falsch an!” Und wo steht sie jetzt seit Jahren? Ganz oben! Weil sie arbeiten kann.

 

Du hast gesagt “Die muss man anders anpacken.” Was bedeutet das?

Intensive Vertrauensbildung und kooperativer Führungsstil. Die müssen mir absolut vertrauen, aber auch mal sagen können, was ihnen nicht passt. Trotz allem müssen sie wissen: Wir können bis zum Training Scheiße bauen, wir können nach dem Training wieder Scheiße bauen, aber im Training bin ich der Chef. Aber nur durch Angst oder Druck zu führen, wie es viele Kollegen machen, ist ein völliger Schwachsinn.

 

Die vier Grundsätze des Mike Diehl:
 
1. Niemand wird als Gewinner geboren.
2. Willst Du Erfolg, dann verlasse Deine Komfortzone.
3. Trainiere hart.

4. Das Training endet nie. 

 

Wie sieht es mit Kampfgeist aus: Kann man den lernen?

Definitiv. Kein Mensch wird zum Kämpfer geboren, ein Mensch wird zum Kämpfer gemacht. Du kannst die Leute da ranführen.

 

Und wie?

Als Vorbild vorangehen: Diehl mit dem FedCup-Team
Foto: privat

Das Allerwichtigste ist: Vorbild sein. Führen durch Beispiel. Ich bin mittlerweile über 50, und trotzdem sehen mich die jungen Leute an und sagen “Wow, der Alte hat’s ja eigentlich echt noch drauf!” Weil ich eben einfach alles vormache. Weil ich vom Kopf her probiere, frisch zu bleiben. Und weil ich denen meine eigene, persönliche Erfahrung weitergebe: Hart trainieren, die Psyche wirklich auf’s Härteste einstellen über’s Training. Wobei Du diese Extremsituationen nie über das Training darstellen kannst. Aber Du kannst sie soweit simulieren, wie’s nur möglich ist.

 

Du hast ja vorhin auch schon den Spruch erwähnt “Train hard, fight easy”. Das erinnert mich sehr an das, was ich meinen Mentalklienten erkläre: Trainiert so, als wäret Ihr im Turnier, dann fühlt Ihr Euch nachher im Turnier so, als wäret Ihr im Training. Wie wichtig ist das aus Deiner Sicht?

Das ist für mich wirklich das i-Tüpfelchen! Ich kenne genug Beispiele, da fahren die Trainer immer ein Wohlfühl-Programm. Es werden keine Match-Situationen dargestellt, weil der Sportler das nicht möchte. Völliger Schwachsinn! “Train as you fight” ist ein ganz, ganz alter Grundsatz, den hatten die Armeen schon vor hunderten, vor tausenden von Jahren.

 

Du meintest vorhin “Wir sind immer entweder auf der Jagd oder auf der Flucht.” Auch das erinnert mich wieder an eine meiner Grundregeln: Ihr müsst weg von einer “Weg von…”-Strategie und hin zu einer “Hin zu…”-Strategie. Wenn ich mir Gedanken mache “Ich muss jetzt aufpassen, dass ich das Match nicht mehr verliere “, dann bin ich automatisch in der Verteidigung. Ich muss mir stattdessen sagen “Ich will gewinnen. Ich will irgendwo positiv hin.”

Nationaltrainer Mike Diehl
Foto: privat

Ich sehe das ganz genauso. Bei uns Soldaten gibt es den Spruch “Angriff ist die beste Verteidigung” oder auch “Die Oberhand gewinnen”, die gehen in die gleiche Richtung.

Wechseln wir wieder vom Militärischen zum Sport: Wenn ich in die Defensive gehe, dann werde ich verlieren. Dann lasse ich die Schultern fallen, bin im Kopf schon in der Umkleidekabine. Kann nicht funktionieren.

Also gehe ich doch gerade voll drauf! Aber warum gehen so viele Sportler stattdessen zurück und haben Angst? Angst ist ja grundsätzlich etwas Perfektes, nur musst Du sie eben in Mut umwandeln!

 

Ein anderes Konzept, das mir auch sehr wichtig ist, nenne ich „Im Hier und Jetzt sein”. Ich erlebe es immer wieder, dass Klienten viel zu weit voraus- oder zurückdenken oder ihre Gedanken räumlich abschweifen. Ich könnte mir vorstellen, dass das für Soldaten ebenso gilt…

Das ist auch so. Piloten sagen ja immer “Ein Problem auf der Erde wird zum Problem in der Luft.” Private Themen und solche Sachen. Aber selbst da muss ich sagen: Ein Profi muss in der Lage sein, das auszublenden, solange er in der Luft ist. Da bin dann nur ich und mein Flugzeug. Oder ich und mein Tennisschläger. Oder ich und mein Klient vor Gericht. Oder ich und meine Waffe im Einsatz.

 

Wie bringst Du das Deinen Kunden bei?

Ich probiere auch da, mein Beispiel vorzuleben, indem ich sag: “Mensch, gestern hatte ich vielleicht Ärger mit meiner Frau, aber das war gestern. Ich schieb’s zur Seite, weil das Leben weitergeht.“ Ich probiere also, den jetzigen Augenblick zu leben. Und das sage ich auch meinen Kunden: “Wenn Du rausgehst in den Wettkampf, egal ob beim FedCup oder woanders, dann probiere, jetzt zu gewinnen, jetzt den Punkt zu machen. In zwei Stunden nützt es Dir nichts, weil da haste verloren. Also jetzt alles geben! Und Dich dann darüber reinarbeiten.“

 

Körperliches Training kann schon auch mal wehtun. Wie schaffst Du es, Deine Kunden dafür zu motivieren?

Spaß beim Training mit den FedCup-Damen
Foto: privat

Du musst ein Training so gestalten, dass es den Leuten Spaß macht. Du musst auch im Training den Wettkämpfer in den Leuten wecken. Das heißt, kein Training darf sein wie’s andere. Ich probiere immer, eine Challenge einzubauen. Die ganze Sache mit Spaß anzugehen. Dann schaffst Du auch das Fokussiert-Sein.

Ab und an musst Du aber auch einfach mal kritisch gegenüber Deinem Sportler sein: “Pass mal auf, völlige Scheiße! So kommst Du nie nach vorne! Kannst direkt nach Hause gehen.” Sowas muss auch mal fallen. Also nicht nur den Animateur spielen, sondern wirklich diese Zuckerbrot-und-Peitsche-Mentalität mitreinbringen.

 

Du hattest vorhin noch einen Punkt erwähnt: “Training never ends.” Für viele Menschen ein frustrierender, demotivierender Gedanke. Wie wirkst Du dem entgegen?

Wenn der Mensch weiß, was er seinem Körper zu verdanken hat, dann steht er eigentlich in der Pflicht, ihm etwas Gutes zu tun. Für mich ist der Körper das, wo meine Seele drin ist. Der einzige Ort, der nur mir gehört und niemandem sonst.

Du musst Dir das mal vorstellen: Wieviele Millionen Spermien gehen durch, und nur eine ist übrig geblieben, und die bist Du geworden! Egal, wie unser Schöpfer aussehen mag – Du bist ihm etwas schuldig! Weil er Dir dieses wunderbare Leben geschenkt hat, Du kannst es nicht einfach wegwerfen! Heute morgen um sieben war ich fertig mit meinen Trainingseinheiten, dann weiß ich schon ganz genau, dass morgen früh um fünf Uhr meine nächste Trainingseinheit dran ist.

 

Aber genau das frustriert ja viele Leute. Ich erlebe das selbst bei angehenden Profisportlern, die zu mir sagen “Ich hasse dieses ewige Quälen, Du bist eigentlich nie fertig.”

Sieger wissen: Training never ends.
Foto: privat

Ja, aber wenn er das nicht einsieht und mit diesem Argument kommt, da kann er direkt heimgehen. Möchtest Du erfolgreich sein, dann musst Du raus aus Deiner Komfortzone! Ich kann Dir tausend Beispiele nennen, auch Leute aus der Wirtschaft oder aus der Politik. Die sind einfach strebsam! Und genau dann kommst Du weiter. Und der Rest wird’s halt nicht schaffen! Der Rest wird’s einfach nicht schaffen.

 

Auf Deiner Facebook-Seite lese ich oft: „Mindset is everything!“…

Ich denke, dass dieses Mindset, diese Bewusstseinshaltung zum Leben oder zum Kampf, einfach alles ausmacht. Habe ich nicht das richtige Mindset, dann wird mein Körper auch nicht funktionieren. Der Wille macht’s. Wenn ich in Afghanistan auf 3.500 Metern Höhe denke, ich kann nicht mehr, dann macht das auch nicht mein Körper, sondern dann macht’s mein Kopf. Mein Kopf kann aber auch sagen: “Pass mal auf, Du läufst jetzt trotzdem weiter!” Das ist das, was die Leute kapieren müssen: Der Kopf macht alles bei uns. Egal, in welchem Bereich.

 

Ist sportlicher Wettkampf nicht im Grunde genau dasselbe? Natürlich geht es dabei nicht um Leben oder Tod. Aber weiß das unser Urinstinkt auch? Reagieren wir nicht trotzdem wie in einer Überlebenssituation?

Mike Diehl macht den Absprung
Foto: privat

Absolut! Es ist hundertprozentig eine Überlebenssituation! Es kommt dann zu einer Survival-Stress-Reaktion: Der Körper durchläuft innerhalb kürzester Zeit verschiedene Phasen. Bei einem Puls von 115 verlierst Du Deine Feinmotorik. Das heißt, Du hast nur noch eine Grobmotorik. Dann kommt Dein Ballwurf nicht mehr richtig. Du möchtest ihn gerade werfen, aber der Ball kommt schräg. Der Aufschlag kommt nicht.

Bei 140 setzt der Teil vom Hirn aus, der für Dein Gehör zuständig ist. Du hörst Deinen Trainer gar nicht mehr. Du hörst vielleicht auch die Zuschauer gar nicht mehr richtig. Alles läuft an Dir vorbei. Bei 175 – da bewegt sich meistens kein Sportler drin außer vielleicht mal bei einem Matchball – da setzt der Tunnelblick ein. Da hast Du nur noch 30 Prozent Deiner Sehkraft, aber die liegt in der Ferne. Du hast die nicht auf Deinem Schlägerkopf, Du hast sie nicht auf der Waffe. Und bei 195 handelst Du irrational: Du wirfst Dich auf den Boden, Du kackst Dir in die Hose oder was weiß ich, was.

Deswegen probierst Du, Deinen Sportler durch hartes Training in einem Pulsbereich zwischen 90 und 115 zu halten, so dass er seine Feinmotorik behält. Das kannst Du nur über Drill, Drill, Drill hinbekommen.

 

Wie sollten Mental-, Fitness- und wahrscheinlich auch Technik-Coaches zusammenarbeiten?

Foto: privat

Für mich geht es dabei vor allem um einen permanenten Informationsaustausch. Die müssten in einer öffentlichen Besprechung zusammensitzen und jedes Match gemeinsam analysieren: “Pass mal auf, Mike, die hat sich nicht gut bewegt, denkst Du, es lag am Körperlichen?” Dann kann ich sagen “Nee, es lag nicht am Körperlichen aus meiner Sicht. Es lag wahrscheinlich mehr im mentalen Bereich.” Tennistrainer sagen ja immer “Die war so langsam auf dem Platz.” Dann sag ich “Ja, natürlich war sie langsam, Du Honk! UNd zwar aus diesen und diesen Gründen.” Der sagt vielleicht zum Mentaltrainer “Die war im Mentalen nicht fit.” Dann sagst Du “Ja, aus diesen und diesen Gründen konnte sie nicht mental fit sein.” Es ist halt auch hier wieder ein Kreislauf.

Aber so eine Zusammenarbeit findet ja in Deutschland nicht statt. Es gibt Nationen, die machen das wesentlich besser. Wenn Du Dir die NHL-Mannschaften (oberste Eishockey-Profiliga in den USA – Anm. d. Red.) anschaust, da ist es gang und gäbe, dass der Mentaltrainer und der Konditionstrainer mit auf der Bank sitzen. Bei uns ist es ja immer noch so: “Um Gottes Willen, Mentaltraining! Ein Psychologe! Ich hab doch keinen Schuss weg!” Echt schade.

 

Kannst Du uns ein kurzes Update geben, was bei Dir in nächster Zeit so ansteht?

Ich hab mich ja in den letzten Jahren vermehrt mit dem Training im Bereich Sicherheit beschäftigt. Da kann ich meine militärische Erfahrung und die Fitness-Sachen wunderbar kombinieren. In Kürze steht meine Abschlussprüfung zum Trainer für Prävention, Deeskalation und Selbstverteidigung an. Und im Krav Maga lasse ich mich zum Law Enforcement Instructor ausbilden.

 

Krav Maga basiert ja auch zum sehr großen Teil auf mentaler Stärke…

Alles, was mit Sicherheit zu tun hat, wird zuallererst im Kopf entschieden. Wenn Du angegriffen wirst und der Situation mental nicht gewachsen bist, dann hilft Dir die beste Kampftechnik nichts.

 

Diehl mit Tennisprofi Andrea Petkovic
Foto: privat

In den FedCup greift die deutsche Mannschaft ja erst Anfang 2018 wieder ein. Das heißt, der Herbst wird für Dich ein wenig ruhiger?

Überhaupt nicht. Für die DTB-Junioren bin ich im November beim Jugendcamp in Stuttgart dabei. Und mit Mona Barthel arbeite ich ja auch noch regelmäßig.

Außerdem geht's im Oktober auch noch nach Los Angeles. Da bereite ich ein Film-Team in Sachen Fitness- und Tactical-Training auf den Dreh von Kampfszenen für einen Action-Film vor. Und meinen Job als Ausbilder bei der Bundeswehr habe ich ja – so ganz nebenbei – auch noch.

 

Du kommst eigentlich nie zur Ruhe, oder?

Du musst immer hungrig bleiben. Wenn wir uns mit dem zufrieden geben, was wir erreicht haben, stagnieren wir. Stillstand ist nicht möglich. Nicht in einer Welt, in der die Zeit niemals stehen bleibt.

 

Vor einiger Zeit bist Du auch noch unter die Buchautoren gegangen...

Bodyweight-Training mit Mike Diehl
Foto: © Stefan von Stengel

Ja, ich habe zusammen mit Felix Grewe ein Buch mit Übungen für das Eigengewichtstraining herausgebracht. Meine persönliche Fitnessbox habe ich schließlich immer dabei: Meinen Körper. Den kann ich permanent und überall einsetzen. Auf spektakuläre Übungen habe ich dabei absichtlich verzichtet. Es gibt schon genug Bücher, mit denen sich die Leute den Hals brechen können. Aber das muss nicht unbedingt die 64-Jährige machen. Die Übungen im Buch kann wirklich jeder machen, vom 12-Jährigen bis zur 75-Jährigen. Sehr wohl angereichert mit ein paar mentalen Aspekten und ein bisschen Hintergrundwissen über den Körper, aber auch das so gehalten, dass es leicht verständlich bleibt.

Und im Dezember kommt schon das nächste Buch raus: Da geht’s um Zirkeltraining für zu Hause.

 

Zu dem Buch „Bodyweight Training mit Mike Diehl“ gibt’s separat auch noch ein Trainingstagebuch. Wofür braucht man das?

Damit Du Deine Fitnesseinheiten festhalten kannst, aber auch Deine Stärken und Schwächen, Deine sportlichen Ziele und Deine Ernährungsgewohnheiten. Es gibt regelmäßige Erfolgskontrollen, damit Du Deine Ziele schneller erreichst.

Wenn Du ohne Plan und nach Gefühl trainierst, dann wirst Du früher oder später stagnieren. Wenn Du schwarz auf weiß siehst, wie Du Dich verbessert hast und wie Deine nächsten Schritte aussehen sollten, dann motiviert Dich das. Da haben wir's wieder: Fitnesstraining und Mentaltraining hängen ganz eng zusammen. Tolles Schlusswort, oder?

 

Die Fitness-Bücher von Mike Diehl und Felix Grewe:

 

Bodyweight Training mit Mike Diehl
Meyer & Meyer Verlag, 2017
ISBN: 978-3840375453
272 Seiten, 19,95 Euro
Bei Amazon bestellen

  

  

  

Mein Fitnesstrainingstagebuch

Meyer & Meyer Verlag, 2017
ISBN: 978-3840375460
208 Seiten, 9,95 Euro
Bei Amazon bestellen

Was unsere Klienten sagen:

Schüttler Waske
Tennis-University
Offenbach
"Haralds große Stärke ist es, individuell die perfekten Methoden herauszuarbeiten. In Verbindung mit seiner Dynamik und seiner Professionalität konnte er vielen Profispielern helfen, ihr Potential auszuschöpfen. Ein großes Dankeschön dafür!"
Fachhochschule Polizei
Sachsen-Anhalt
Aschersleben
"Mit seiner entspannten und gleichzeitig fesselnden Art ist es Harald Dobmayer hervorragend gelungen, die Teilnehmer mit grundlegenden Mentaltechniken vertraut zu machen."
Benjamin Schlichting
PGA-Professional
GC Hummelbachaue
"Mit Harald als Mental-Coach habe ich zwei Highlights meiner Karriere erreicht: Eine 62er-Runde und ein Sieg auf der EPD-Tour!"
Benjamin Schlichting
PGA-Professional
GC Hummelbachaue
"Mit Harald als Mental-Coach habe ich zwei Highlights meiner Karriere erreicht: Eine 62er-Runde und ein Sieg auf der EPD-Tour!"
Andreas E. Kaehmer
Marketing Director
Los Altos, USA
"Ihre besonders ergebnisorientierte sowie beeindruckend professionelle Gestaltung der Trainingseinheit hat mich gefesselt!"
Alisa Deen
Tennis player
London
"By having sessions with Harald, my mental game has changed completely. I have grown stronger and more focused mentally than I have ever been."
Foto: A. Philipp
Manuel Kempe
PGA Professional
"Harry, vielen Dank für Deine Unterstützung auf der EPD-Tour, der Challenge Tour und bei den BMW International Open!"
Foto: A. Philipp
Manuel Kempe
PGA Professional
"Harry, vielen Dank für Deine Unterstützung auf der EPD-Tour, der Challenge Tour und bei den BMW International Open!"
CLOSER
People-Magazin
"Der renommierte Körpersprache-Experte und Kommunikations-Trainer Harald Dobmayer entschlüsselt die unbewussten Signale der Stars."
Foto: A. Philipp
Denise Kalek
Bundesliga-Spielerin
"Nach dem Coaching mit Harald habe ich schnell mehr Sicherheit im kurzen Spiel bekommen!"
Foto: A. Philipp
Denise Kalek
Bundesliga-Spielerin
"Nach dem Coaching mit Harald habe ich schnell mehr Sicherheit im kurzen Spiel bekommen!"
Jacqueline Rockstroh
EBC Hochschule
Dresden
"Ich habe selten so viel Input bekommen und mich gleichzeitig so entertaint gefühlt wie an diesem Abend. Hierfür ein großes Dankeschön!"
Catiana Kärcher
Tennis-Profi
"Durch Harald stehe ich jetzt ganz anders auf dem Platz und habe keine Angst mehr, auch mal Emotionen zu zeigen. Ich habe noch nie so intensive, lehrreiche Gespräche über meine mentale Seite geführt wie mit ihm."
Chira Hartwig
Golf-Hessenmeisterin 2010
"Mit deinen Tipps und Tricks bist Du mir eine große Hilfe und tolle Unterstützung. Danke, dass Du immer für mich da bist!"
Chira Hartwig
Golf-Hessenmeisterin 2010
"Mit deinen Tipps und Tricks bist Du mir eine große Hilfe und tolle Unterstützung. Danke, dass Du immer für mich da bist!"
Katrin Graf
Golf- & Landclub
Kronberg
"Ich habe von Harald gelernt, meine Schläge zu visualisieren und zu fokussieren, so dass ich mich nicht mehr durch negative Gedanken beeinflussen lasse."
Katrin Graf
Golf- & Landclub
Kronberg
"Ich habe von Harald gelernt, meine Schläge zu visualisieren und zu fokussieren, so dass ich mich nicht mehr durch negative Gedanken beeinflussen lasse."
Marina Mustacchio
Designerin
Berlin
"Danke für mein neues, selbstsicheres Auftreten! Jetzt fällt es mir nicht mehr schwer, mich vor die Kamera zu stellen!"
Ann-Christin Nilsson
Tennisprofi
Bangalore, India
"Mit Haralds Hilfe habe ich zu einer professionellen, positiveren Einstellung gefunden und gelernt, mir selbst nicht mehr im Weg zu stehen."
Stephanie Kiefer
Captain
GLC Kronberg
"An nur einem Nachmittag haben wir einen Überblick erhalten und gleichzeitig konkrete Techniken kennengelernt. Vielen Dank für den Input!"
Stephanie Kiefer
Captain
GLC Kronberg
"An nur einem Nachmittag haben wir einen Überblick erhalten und gleichzeitig konkrete Techniken kennengelernt. Vielen Dank für den Input!"
Maik Burlage
Tennis Professional
"Das Training hat mir geholfen, aus einer Negativspirale zu entkommen!"
Julia Kramer
Vorstand Jugend
GLC Kronberg
"Mit Haralds Mentaltechniken kann unser Jugend-Team seine Golffähigkeiten optimal einsetzen. Die ersten Erfolge stellten sich schon nach wenigen Trainingseinheiten ein."
Tarik Panitz
Golf-Professional
"Haralds Tipps geben meinem Spiel und dem meiner Schüler nachhaltig mehr Sicherheit."
Tarik Panitz
Golf-Professional
"Haralds Tipps geben meinem Spiel und dem meiner Schüler nachhaltig mehr Sicherheit."
Martin Stoll
GC Main-Taunus
"Deutlichste Veränderung: Die Spieler gehen bewusster mit Situationen um, die eine mentale Komponente besitzen."
Martin Stoll
GC Main-Taunus
"Deutlichste Veränderung: Die Spieler gehen bewusster mit Situationen um, die eine mentale Komponente besitzen."

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